»Was ist Syntonics«

Syntonics steht für eine Farblichtanwendung auf dem neuesten Stand klinischer Forschung. Das Ziel: Die Steigerung der visuellen Aufnahmefähigkeit durch Stimulation der Netzhaut und durch Anregung der am Sehprozess beteiligten Gehirnregionen.

Durch unsere Augen kann Licht direkt auf wichtige Zentren des Gehirns wie den Hypotalamus oder die Epiphyse wirken. Hier werden beispielsweise die Ausschüttung von Melatonin und Serotonin gesteuert. Die Farblicht-Optometrie ist somit eine wichtige Möglichkeit, durch die Augen biochemische Vorgänge im Gehirn zu stimulieren.

Syntonics wird seit über 90 Jahren im Bereich Optometrie angewandt und gilt als sichere und effektive Methode mit einer hohen Erfolgsrate. Klassische Anwendungsgebiete sind dabei beispielsweise Augenermüdung, Leseprobleme Aufmerksamkeitsdefizit, Schwachsichtigkeit eines Auges oder abweichenden Augenstellungen wie Winkelfehlsichtigkeit. Auch visuelle Konsequenzen hervorgerufen durch Stress, Traumata oder Hirnverletzungen können mit Syntonics gemindert werden. Es eignet sich daher sehr gut als Ergänzung zu anderen professionellen Rehabilitationstechniken.

»Messung und Anwendung«

Vor einer Syntonicsanwendung bestimmt der Funktionaloptometrist die visuellen Fähigkeiten des Auges, wie die Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit des Augenpaares oder die Pupillenreaktionen auf Licht. Er bestimmt außerdem das Ausmaß und die Ausrichtung des Gesichtsfelds und die Reaktionen der Pupille auf die Farben Rot, Grün, Blau und Weiß.

Der Funktionaloptometrist erarbeitet auf Basis dieser Daten einen individuellen Anwendungsplan: In der Regel werden 3 bis 5 etwa zwanzigminütige Sitzungen pro Woche anvisiert, wobei man von etwa 20 Einheiten ausgeht. Durch eine fortlaufende Beobachtung und Kontrolle wird der Erfolg der Syntonicsanwendung kontrolliert und gegebenenfalls angepasst.